Wie geht es weiter mit Fischotter, Reiher, Kormoran & Co im Burgenland

Vergangenen Freitag fand zu diesem Thema ein Workshop, mit interessierten Fischer, in Stegersbach statt.
Zuerst wurden einmal interessante Fakten zu diesen Räubern gebracht. Laut letzter Zählung gibt es derzeit ca. 150 Otter in Burgenland, die hochgerechnet im Jahr 52 Tonnen Fisch vernichten ( der Otter frisst meist nicht den ganzen Fisch sondern nur einen kleinen Teil davon). Desweiteren gibt es, laut letzter Zählung, keinen Überbestand bei Reiher und Kormorane.
Nun wie kann ein Fischteichbesitzer seinen Besatz schützen? Einfach ausgedrückt fast gar nicht.
Für den Fischotter gibt es derzeit eine Förderung, bei Naturteichen, für eine Einzäunung ( € 2,00 pro Laufmeter max. € 700,00 + 200,00 für Fixeinzäunung), bei den Flusspächtern sieht das Land derzeit keine Förderung vor.
Hier sehen auch die Fischer ein großes Problem, da der Fischotter, wenn er nicht mehr in den Teichen seine Nahrung fangen kann, auf die Flüsse ausweicht.
Hierzu gab es sehr interessante Berichte von den Pächtern der Flussabschnitte Lafnitz und Strem. In diesen beiden Flüssen gibt es Abschnittweise bereits keine Population von Fischen.
Desweiteren wurden in der Strem bereits Biber gesichtet.
Hierbei gehen viele Fischarten verloren. Die Fischer fordern daher auch für diese Fischarten Maßnahmen zu setzen.


Doch wie kommt es zu diesen Problemen? Bei dem Fischotter ist dies leicht nach zu verfolgen. Als der Fischotter unter Schutz gestellt  und in verschiedene Gebieten wieder angesiedelt wurde, erholten sich die Populationen zuerst nur langsam. Da der Fischotter fast keine natürlichen Feinde hat, wuchsen die Populationen rasch an. Aus dieser Sicht müsste man auch seine Feinde wieder ansiedeln um ein natürliches Ökosystem herzustellen. Zu seinen natürlichen Feinden zählen Luchs, Seeadler und Wolf.
Artenschutz ist und bleibt wichtig, jedoch sollte man sich bewusst sein, wenn man die eine Tierart schützt, andere Tierarten auf der Strecke bleiben.